Junge Liberale Berlin: Der Liberale Wagen auf dem CSD Berlin

Am morgigen Samstag, dem 27. Juni 2015, findet der diesjährige Berliner Christopher Street Day statt, an dem traditionell auch die Jungen Liberalen (JuLis) Berlin wieder teilnehmen. Die Demonstration beginnt um 12:30 Uhr an der Ecke Ku’Damm/Joachimsthaler Straße in Berlin. Der Wagen der Berliner JuLis wird die Startnummer 28 haben.

Roman-Francesco ROGAT, kommissarischer Landesvorsitzender der JuLis Berlin, erklärt dazu:

„Der CSD könnte kaum mehr Rückenwind erfahren. Für viele Millionen Menschen in den USA ist heute ein lang ersehnter Tag Wirklichkeit geworden. Nach Jahrzehnten des gesellschaftlichen Kampfes für die Anerkennung und Gleichberechtigung aller Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Identität, hat der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten heute die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet. Ein Zeichen nicht nur für die USA, sondern auch für Deutschland, das als eines der letzten westlichen Länder nicht den Mut aufbringt, gelebte Realitäten endlich anzuerkennen.“

ROGAT weiter:

„Mehr und mehr wird offensichtlich, dass den Gegnern der Gleichstellung die Argumente wegbrechen und es nicht mehr darum geht, das Land nach vorn gerichtet weiterzuentwickeln. Vielmehr werden überholte Muster bewahrt – um des Bewahrens willen. Es ist beschämend, dass gesellschaftliche wie politische Mehrheiten an dem Widerstand von CDU und CSU scheitern und die Menschen auch in diesem Land den Blick hoffnungsvoll zum Gericht wenden müssen.“

Die Liberalen wollen daher mutig vorangehen und unter dem Motto „Wir treiben’s hart, zart, wild, zahm, bunt und frei“ dafür eintreten, dass die Politik die Freiheit und Persönlichkeit eines jeden achtet und niemandem Steine in den Weg legt, der sein Leben in die eigene Hand nehmen will. ROGAT erläutert:

„Jeder von uns ist anders, vor Gesetz sind wir aber alle gleich. Es ist an der Zeit, dass die Politik endlich den Mut findet, den Menschen zu vertrauen, ihnen das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben zu geben. Wir wollen, dass jeder selbst darüber entscheidet, wen er heiraten und ob er ein Kind groß ziehen will. Es ist nicht die Aufgabe der Politik, den Menschen durchs Leben zu führen. Gleichwohl aber, ihm die Freiheiten zu geben, seinen eigenen Weg zu finden.“