Pankower Grünanlagen nur noch für die, die es sich leisten können?

Berlin. Das Bezirksamt Pankow plant die Reglementierung des Zugangs zum Mauerpark. Geplant ist die Erhebung eines Eintrittsgeldes sowie eine massive Begrenzung der Besucherzahlen. Für die Jungen Liberalen (JuLis) stellt dies einen schweren Eingriff in das Freiheitsgefühl der Stadt Berlin dar.

David JAHN, Landesvorsitzender der JuLis Berlin, erklärt:

„Pankow möchte künftig nur Anwohnern den Zugang zu Parks kostenlos gestatten. Das ist ein Aufbauen neuer Mauern. Statt die Parks über Bezirkskosten zu finanzieren, muss über eine stärkere Finanzierung und Beteiligung des Senats diskutiert werden. Doch mit diesem Vorstoß geht man wieder einmal den vermeintlich leichtesten Weg. Über neue Verbote und neue Einschränkungen sollen die Menschen schlicht ferngehalten werden. Nachdem Pankow bereits den Spätis den Kampf angesagt hat, soll ein weiteres Stück Berliner Lebensgefühl dran glauben. Ein Armutszeugnis für eine Stadt, die gerade von ihrem Image lebt.“

Auch Moritz BAUER, Bezirksvorsitzender der JuLis Nordberlin (Reinickendorf und Pankow) hat für diese Maßnahme kein Verständnis. Er gibt zu bedenken:

„Mit über 400.000 Einwohnern ist Pankow der bevölkerungsreichste Bezirk Berlins und ein Schwerpunkt der Berliner Jugendkultur. Gerade der Mauerpark bildet für junge Menschen einen Ort zum Austausch, um Freunde zu treffen, zum Verweilen. Wer nun meint, ein Eintrittsgeld verlangen zu müssen, trifft die Jugend mal wieder am härtesten. Ziel der Politik muss es sein, den öffentlichen Raum für Jugendliche attraktiver zu machen. Sie herauszuhalten und wegzudrängen, ist genau der falsche Weg! Freundschaften machen nicht an Bezirksgrenzen halt. Nur noch Anwohnern den kostenlosen Zugang zu gestatten, ist geradezu absurd.“

Abschließend ergänzt JAHN:

„Wir befinden uns im Jahr 2019 und Berlin gilt allgemeinhin als die Stadt der Freiheit. Ganz Berlin? Nein! Ein von Regulierungswut befallenes Bezirksamt hört nicht auf sich gegen die Freiheit des Einzelnen zu stemmen. Ich kann mir keine Stadt vorstellen, in der immer mehr Freiflächen eingezäunt, abgesperrt und begrenzt werden. Ich möchte, dass sich unsere Jugend frei von Zäunen und Mauern in Berlin bewegen kann. Als JuLis lassen wir es nicht zu, dass der Besuch von Grünanlagen zu einer Aktivität wird, die man sich erstmal leisten können muss.“