RAUS AUS DEM STAU – RAUF AUF DEN SATTEL!

Der Berliner Innenstadtbereich leidet durch eine starke, vom Straßenverkehr verursachte, Lärm- und Abgasbelastung. Der Verkehrsclub Deutschland forderte vor diesem Hintergrund jüngst die berlinweite Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung für Autofahrer auf 30 km/h.

Die Jungen Liberalen Berlin stellen sich klar gegen solche weitreichenden Einschränkungen des Individualverkehrs. Vielmehr sollten den Bürgern vernünftige Alternativen bereitgestellt werden.

Die Jungen Liberalen Berlin fordern daher ein umfassendes Netz aus Fahrradstraßen, -wegen und -streifen, um ein schnelles und sicheres Fahrradfahren für einen großen Teil der Bevölkerung zu ermöglichen. Dieses auf die Bedürfnisse der Fahrradfahrer abgestimmte Fahrradstraßennetz soll bestehende Infrastruktur ergänzen und entlasten. Es muss einerseits alle wichtigen urbanen Zentren miteinander verbinden und dabei insbesondere Knotenpunkte des öffentlichen Nahverkehrs integrieren, darf aber auf der anderen Seite den Kraftfahrzeugverkehr auch nicht unnötig erschweren.

Fahrradhighways etwa unter der U1 können das Fahrradstraßennetz sinnvoll ergänzen. Berlin sollte sich außerdem für die Einführung eines Grünen Pfeils für rechtsabbiegende Radfahrer an allen Kreuzungen einsetzen.

Wir teilen viele Punkte des „Volksentscheids Fahrrad“. Insgesamt unterstützen wir aber nicht jede Forderung, etwa die Forderung, an jeder Hauptstraße 2 Meter breite Radwege an jeder Straßenseite zu schaffen. In manchen Fällen kann es ratsam sein, den Fahrradverkehr an gefährlichen Hauptstraßen vorbei zu leiten. Man muss sich hierbei in jeden Einzelfällen für die beste Variante entscheiden. Zudem würde es den motorisierten Verkehr unnötig stark belasten, wenn an den Hauptverkehrsstraßen die Grüne Welle auf die Fahrradfahrer abgestimmt werden müsste. Auch hier spricht viel für Fahrradwege entlang von Seitenstraßen.