Kein Zwangsticket für Berlin!

Berlin steht für ein liberales Lebensgefühl wie kaum eine andere Stadt. Die Werte von Toleranz und Vielfalt werden von den Berlinern leidenschaftlich gelebt. Es ist daher nur folgerichtig, dass immer mehr Menschen Teil dieser florierenden Metropole sein möchten. Dadurch entstehen neue Herausforderungen für das Verkehrswesen: Um unser soziales Miteinander zu fördern und unsere Stadt noch attraktiver zu gestalten, muss sich Berlin stärker vernetzen – gerade die Außenbezirke würden von einer besseren Anbindung profitieren. Neben dem Auto-, Rad- und Fußverkehr bedarf es hierfür auch eines leistungsfähigen und überzeugenden öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Ein einseitiger Fokus auf den preislichen Aspekt der Tarifbedingungen des ÖPNV kann hierbei keinen konstruktiven Beitrag leisten. Die Möglichkeit zur freien Wahl des eigenen Verkehrsmittels ist wichtige Voraussetzung für eine nachhaltig positive Entwicklung unseres Verkehrsmixes. Die Idee eines sogenannten Bürgertickets, d.h. eines de facto Pflichtabos für alle Berliner, lehnen wir daher strikt ab. Ziel muss es immer sein, die Betriebskosten bestmöglich durch die tariflich festgesetzten Preise wiedereinzuspielen. Darüber hinaus braucht es:

  • einen Ausbau der U- und S-Bahnlinien,
  • die Ausweitung und Verstetigung des Anruf-Sammeltaxi-Angebots „BerlKönig“ in den Bereichen, in denen kein enges, reguläres Liniennetz gewährleistet ist,
  • die Einführung eines weitgehend durchgängigen Nachtverkehrs,
  • eine Erhöhung der Zugtaktung,
  • zbd eine Mobilitätsplattform, die als Schnittstelle zwischen allen interesierten Mobilitätsanbietern dient.