Wenn die Schwarzen rot und die Roten schwarz sehen

Berlin. Der wohnungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Christian GRÄFF, fordert einen Zuzugsstopp für potenzielle Neu-Berliner. Außerdem solle in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung die Freizügigkeit innerhalb der Bundesrepublik Deutschland abgeschafft werden.

David JAHN, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen (JuLis) Berlin, erklärt dazu:

„In Berlin scheint wahrlich nichts unmöglich und nichts zu absurd zu sein. Während die Linken durch den Mietendeckel die Reichen entlasten wollen, sehnen sich die Konservativen nach sozialistischen Mauern. Es bleibt unklar welche Stadt sich Herr GRÄFF zum Vorbild genommen hat. Weltoffen, modern und erfolgreich kann sie aber nicht gewesen sein.“

Während die Forderung mittlerweile selbst den eigenen Parteikollegen peinlich zu werden scheint, mahnt JAHN:

„Wenn sich Berlin eines sicher nicht leisten kann, dann ist es der Verzicht auf kreative Köpfe. Diese Stadt lebt von der Innovationskraft ihrer Einwohner, egal ob zugezogen oder hier geboren. Und egal was der Grund für diese offensichtlich unüberlegte Äußerung gewesen sein mag, so offenbart sie doch zwei Dinge: Ein grundlegendes Unverständnis von Berlin und die Absicht keine neuen Wohnungen mehr bauen zu wollen. Senatorin Lompscher wäre stolz auf ihn.“

Wie Wohnungsbau richtig geht, stellen die JuLis indes auch klar:

„Maßgebend ist und bleibt der Bau neuer Wohnungen. Dabei muss Wohnraum in allen Preisklassen geschaffen werden. Das Berliner Baulandmodell muss ausgeweitet werden. Statt bislang nur ein Drittel für Sozialwohnungen zu reservieren fordern die Julis ein Viertel für niedrige und ein weiteres Viertel für maximal mittlere Einkommen vorzubehalten.“

Zudem wollen die JuLis Berlin auch die Randbezirke stärker in den Blick nehmen. „Mit einem deutlichen Ausbau des ÖPNV auch außerhalb des S-Bahnrings und einem Werben für Carsharing-Angebote in ganz Berlin können wir auch die äußeren Bezirke für junge Menschen attraktiv machen“, betont JAHN.