Junge Liberale Berlin: Habt doch einfach mal Vertrauen in unsere Jugend!

Junge Liberale Berlin: Habt doch einfach mal Vertrauen in unsere Jugend!

Der Vorsitzende des Innenausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus, Peter TRAPP (CDU) und der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Thomas ISENBERG, forderten jüngst ein Verkaufsverbot von Wein, Bier und Schnaps zwischen 22 – 5 Uhr in Berlin. Die Jungen Liberalen (JuLis) Berlin kritisieren diesen Vorschlag scharf.

Der Landesvorsitzende der JuLis Berlin, Robert WELKER, erklärt dazu:

„Die Forderung von Rot-Schwarz offenbart mal wieder die völlige Konzeptlosigkeit der Großen Koalition! Anstatt sich mit den vielseitigen Chancen innovativer Konzepte für einen effektiven Jugendschutz auseinanderzusetzen, verfällt man dem Trugschluss einer schnellen Verbotslösung. Das ist nicht nur rückwärtsgewandt, es verursacht hohe Kosten und kommt einem Misstrauensvotum gegenüber der Jugend gleich.“

WELKER weiter:

„Der Glaube, man könne den Alkoholkonsum junger Menschen zeitlich verbieten und damit die öffentliche Gewalt und Gesundheitsrisiken eindämmen, ist illusorisch. So haben vergleichbare Verbotsregelungen in England schlichtweg zu einer Verlagerung von Kauf und Konsum in andere Zeitstunden geführt. Gleichzeitig blieb das Gewaltpotenzial gleich hoch. Die Konsequenz waren lediglich Mehraufwand und Kosten für die Polizei sowie ein Zuwachs an Bürokratie für Ladenbesitzer und Verwaltung.“

In Richtung der Koalitionäre mahnt WELKER abschließend:

„Vertrauen Sie doch einfach mal unserer Jugend und verkaufen Sie sie nicht für dumm! Kein Jugendlicher lässt sich durch solche Verbote davon abhalten, Alkohol zu konsumieren. Zudem geht die Zahl von Alkoholvergiftungen seit Jahren zurück, auch der Vorwurf einer zunehmend gewalttätigen Jugend ist nicht haltbar. Es ist ein Armutszeugnis der Berliner Politik, wenn man der eigenen Jugend mit immer mehr Verboten und Freiheitseinschränkungen begegnet. Haben Sie mehr Mut. Mut, für eine innovative Aufklärungsarbeit und Mut, den jungen Menschen ihre Freiheit wiederzugeben. Sie haben Ideen, sie bringen unsere Stadt voran, sie haben es verdient, sich frei entfalten zu können. Mit dem Bild einer alkoholtrinkenden und gewalttätigen Generation von Jugendlichen werden Sie ihr Vertrauen in die Politik auf lange Zeit verspielen.“