JuLis: „Freiheit statt Angst“ setzt starkes Zeichen für Bürgerrechte

Am 30. August um 14 Uhr beginnt am Brandenburger Tor in Berlin zum neunten Mal die Großdemonstration „Freiheit statt Angst.“ Wie schon in den vergangenen Jahren, beteiligen sich auch 2014 Junge Liberale (JuLis) aus dem ganzen Bundesgebiet an der Kundgebung, um zusammen mit anderen Organisationen, Initiativen, Verbänden und Parteien ein starkes Zeichen für den Schutz von Bürgerrechten und Freiheit zu setzen. Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis wollen sie ihre langjährige Forderung nach einem Staat, der die Freiheitsrechte seiner Bürger nicht dem erfolglosen Streben nach vollumfänglicher Überwachung opfert, bekräftigen.

Dazu erklärte der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Konstantin KUHLE: „NSA-Affaire, Tempora, fragwürdige Geheimdienstvereinbarungen, Echtzeitanalyse von Streaming-Daten, Vorratsdatenspeicherung und ein völlig verkorkster Cyber-Dialog mit den USA – das sind nur die Schlagworte, über die sich Deutschland seit Monaten empört. Doch statt diese berechtigte Empörung in politisches Handeln zu übertragen, bleiben die Bundestagsparteien untätig und beschwichtigen. Uns Liberalen reicht das nicht aus. Wir wollen nicht, dass wir von der Wiege bis zur Bahre überwacht, bespitzelt und kontrolliert werden. Wir haben es satt, dass unsere Bürgerrechte – von der eigenen oder von ausländischen Regierungen – mit Füßen getreten werden. Deshalb werden wir am Samstag ein starkes Zeichen setzen. Ich rufe alle Bürgerrechtsaktivisten, Freiheitsliebhaber und Überwachungsskeptiker auf, uns dabei zu unterstützen. Kommt zu „Freiheit statt Angst“ nach Berlin und lasst uns ein deutliches Signal in Bundestag und Kanzleramt senden.“

Der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Berlin, Robert WELKER, der maßgeblich an den Demonstrationsvorbereitungen beteiligt war, ergänzte: „Eine flächendeckende Überwachung ist und bleibt falsch, sie beschränkt die Menschen in ihrer Freiheit mehr, als dass sie hilft. Es widerspricht einer modernen Gesellschaft aus mündigen Bürgern, wenn man sie unter Generalverdacht stellt. Und deshalb bleiben wir dabei: Die Freiheit und die Privatsphäre eines jeden Einzelnen sind zu achten und unverhältnismäßige Eingriffe, wie der große Lauschangriff oder der Bundestrojaner, bleiben abzulehnen. Schließlich dient die Sicherheit der Freiheit und nicht umgekehrt.“