Null Punkte für die Menschenrechte in Aserbaidschan

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten Sie hiermit herzlich zu unserer Aktion „Null Punkte für die Menschenrechte in Aserbaidschan“ einladen.

Aktion „Null Punkte für die Menschenrechte in Aserbaidschan“
Samstag, 26. Mai 2012, 17.00 Uhr
Botschaft der Republik Aserbaidschan, Hubertusallee 43

Am morgigen Samstag, den 26. Mai 2012, führen die Jungen Liberalen (JuLis) gemeinsam mit dem Landesverband der Jungen Liberalen Berlin die Aktion „Null Punkte für die Menschenrechte in Aserbaidschan“ durch. Um 17.00 Uhr wollen wir vor der Botschaft der Republik Aserbaidschan mit unserer Aktion ein Zeichen gegen die Menschenrechtsverletzungen in Aserbaidschan setzen. Dafür werden im Kontext des Eurovision Song Contest Schilder hochgehalten, auf denen Aserbaidschan für verschiedene Menschenrechte die Wertung „0 Punkte“ erhält.

Lasse BECKER, Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen (JuLis), erklärt hierzu:

„Wir JuLis verurteilen die jüngste Gewalt gegen Demonstranten in Aserbaidschan aufs Schärfste. Auch Demonstranten unserer Partnerorganisation in Aserbaidschan sind unter den Opfern der Gewalt. Es kann nicht sein, dass die Regierung den Eurovision Song Contest dazu nutzt, sich als modernes, weltoffenes Land zu präsentieren, aber gleichzeitig die Sicherheitskräfte mit dem Schlagstock gegen junge und friedliche Demonstranten vorgehen. In Wahrheit ist das Aliyev-Regime eine seine Bürger unterdrückende Diktatur. Abseits der schönen Glitzer-Fassaden in Baku und den immensen Öl-Einnahmen gehört zur traurigen Wahrheit, dass das Kaukasusland, was Bürgerrechte und Menschenrechte angeht, stets am untersten Ende der Rangliste mitmischt. Ein Facebook-Kommentar oder Blogpost kann Gefängnis bedeuten.“

„Alleine in dieser Woche wurden 35 Oppositionelle verhaftet“, so BECKER weiter. „Der Vorsitzende der liberalen Jugendorganisation in Aserbaidschan und 21 weitere aserbaidschanische Jungliberale sitzen aus politischen und rechtsstaatswidrigen Gründen noch immer im Gefängnis. Ich kenne den Vorsitzenden der Jugendorganisation der liberalen Partei, Tural Abbasli, der schon über ein Jahr inhaftiert ist, von einem Seminar, das ich in Aserbaidschan als Referent begleitet habe, selbst. Es ist schlicht inakzeptabel, wenn Aliyev als Diktator jegliche Opposition einkerkert. Mein Fernseher bleibt diesen Samstag deshalb aus.“

Der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Berlin, Justus LEONHARDT ergänzt:

„Die Aufmerksamkeit, die Aserbaidschan durch den Eurovision Song Contest erhält, darf sich nur nicht auf die glitzernde Show beschränken. Es gilt, gerade jetzt, darauf aufmerksam zu machen, dass die Menschenrechtslage in Aserbaidschan desolat ist. Wir erinnern daran, dass Aserbaidschan Mitglied des Europarates ist und die Europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnet hat. Es ist inakzeptabel, dass das Regime in Baku die damit verbundenen Standards offenbar nicht erfüllt.“

Über Ihr Kommen und Ihre Berichterstattung würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Wolf und Richard Boeck